Über ASA e.V.

1997–2005
Wie alles begann
1981 gründete Sukumaran das Annai Children's Home in Kanyakumari, Südindien. Da er selbst Armut erlebt und einen Teil seiner Kindheit in einem Waisenhaus verbracht hatte, war es ihm ein großes Anliegen, benachteiligten Kindern zu helfen. Um seine Mission zu unterstützen, sammelte er Spenden von ausländischen Reisenden, die die beliebten Touristenorte der Region besuchten. In dieser Zeit lernte er Jörg Wolfer aus Deutschland kennen, der Indien erkundete. Inspiriert von Sukumarans Arbeit, besuchte er das Annai Home und blieb drei Monate lang. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gründete er 1983 zusammen mit Heidi Leidig ASA e.V., eine Organisation, die sich der Unterstützung von Sukumarans Vision verschrieben hatte. 1985 wurde ASA e.V. offiziell als gemeinnütziger Verein anerkannt. Seit über 40 Jahren widmet sich ASA e.V. dem Erhalt und der Weiterentwicklung dieses lebensverändernden Projekts in Indien.
1986 - 1997
Grundstückskauf
Von Anfang an war ASA e.V. ein wichtiger Bestandteil bei der Unterstützung der Aktivitäten von Annai Children's Home (ACH) in Indien. Im Jahr 1986 wurde in Kanyakumari eine kleine Druckerei eingerichtet, die sowohl als Selbsthilfe-Initiative als auch als Ausbildungszentrum für berufliche Fähigkeiten diente, was einen bedeutenden Schritt nach vorn darstellte. Im selben Jahr erwarb ACH ein Stück Land in Aramboly und baute nach und nach die notwendige Infrastruktur auf, so dass das Projekt in ein eigenes Gebäude umziehen konnte. Dieser Umzug ermöglichte die Entfaltung landwirtschaftlicher Aktivitäten, die die Produktion eigener Nahrungsmittel ermöglichten und die Abhängigkeit von externen Quellen verringerten. Außerdem wurden wertvolle Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung geschaffen.
Ein Meilenstein in diesen Bemühungen war der Bau eines Brunnens, der die für die Landwirtschaft wichtige Wasserversorgung sicherstellte. Im Laufe der Zeit wurde die Viehzucht eingeführt und eine Biogasanlage gebaut, um die Küche mit Strom zu versorgen, was die Nachhaltigkeit und Autarkie des Projekts weiter vorantrieb.


1981 - 1985
Medizinische Unterstützung
1997 unternahm ASA e.V. mit der Entscheidung, ein ambulantes Dorfkrankenhaus zu errichten, einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Diese Initiative wurde durch die Zusammenarbeit mit dem Dorfältesten (Panhcyat) und den Dorfbewohnern ermöglicht, so dass das Projekt tief in der Gemeinschaft verwurzelt war. Das Krankenhaus und die zweimal im Jahr stattfindenden kostenlosen medizinischen Camps wurden von der lokalen Bevölkerung sehr begrüßt und geschätzt, wodurch ein entscheidender Bedarf an zugänglicher medizinischer Versorgung gedeckt wurde.
In Zusammenarbeit mit unseren indischen Mitarbeitenden wurde beschlossen, ein neues Dorfkrankenhaus in Layam zu bauen. Die Dorfbewohner*innen trugen dazu bei, indem sie das Land und die Arbeitskräfte für den Bau zur Verfügung stellten, während ASA e.V. sich verpflichtete, das Krankenhausgebäude zu finanzieren und die notwendige Ausrüstung zu liefern. Diese gemeinsame Anstrengung symbolisierte eine starke Partnerschaft zwischen der Gemeinde und ASA e.V.
Das neue Krankenhaus wurde im September 2005 offiziell eröffnet und stellt einen Meilenstein bei der Bereitstellung nachhaltiger Gesundheitslösungen für die Region dar.
2015
Start der Kindertagesstätte CUC
Als Reaktion auf die neuen gesetzlichen Bestimmungen für Kinderheime in Indien wurde Annai Seva Ashram im August 2015 in eine Kindertagesstätte umgewandelt. Durch diese Umstellung wird sichergestellt, dass benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Aramboly und Umgebung weiterhin neben der Unterstützung für ihre Familien auch die wichtige schulische und erzieherische Versorgung erhalten. Nach der Schule besuchen die Kinder das Zentrum, um Unterstützung beim Lernen zu erhalten, während samstags und in den Schulferien eine Reihe von Freizeitaktivitäten angeboten werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vergabe von Stipendien für die Hochschulbildung, die den Kindern die Chance auf eine bessere Zukunft bietet.


2023 - bis heute
Frauenentwicklungsprojekt Nähkurse für Frauen
Lavanya, die Tochter von Sukumaran, gründete das Women's Development Program (WDP). Sie ließ sich dabei von der Gemeinschaft die im ASA-Projekt herrschte und in welcher sie aufwuchs, inspirieren. Mit einem Bachelor-Abschluss in Textiltechnik und umfassender Erfahrung in Textildesign und -herstellung entwickelte sie ein viermonatiges Praktikumsprogramm, das Frauen eine kostenlose Ausbildung in Schneiderei bietet.
Diese Initiative stärkt wirtschaftlich benachteiligte Frauen, indem sie ihnen wertvolle Fähigkeiten vermittelt, die ihnen eine größere finanzielle Unabhängigkeit ermöglichen. ASA e.V. hat das Projekt maßgeblich unterstützt, indem es Nähmaschinen zur Verfügung gestellt und das Gehalt der Lehrerin finanziert hat, um den langfristigen Erfolg und die Nachhaltigkeit des Programms zu gewährleisten.
2024
Wechsel im deutschen Vorstand nach 40 Jahren
Nach 40 Jahren engagierter Führung haben Jörg Wolfer und Heidi Leidig den Vorstand von ASA e.V. an die nächste Generation übergeben. Wir danken ihnen herzlich für ihre großartige Arbeit in den vergangenen vier Jahrzehnten und heißen den neuen Vorstand des ASA e.V. herzlich willkommen: Larissa Kipp (1. Vorsitzende), Rebekka Leuthner (2. Vorsitzende), Laura Hauser, und Sunil Sukumaran.
